Parodontitis bekämpfen wir effektiv – und schonend!

Parodontitis, umgangssprachlich auch Parodontose genannt, ist die Entzündung des Zahnhalteapparates. Schubweise zerstört sie Gewebe und Knochen, die den Zähnen im gesunden Zustand festen Halt geben. Unbehandelt führt Parodontitis nicht nur zu frühzeitigem Zahnverlust, sondern belastet die gesamte Gesundheit. Je schneller wir die Entzündung also stoppen, desto besser!

Was ist Parodontitis (Parodontose)?

Gesundes Zahnfleisch umschließt gleichmäßig die Zähne. Gemeinsam mit den übrigen Strukturen des Zahnhalteapparates sorgt es für einen festen Halt. Leider ist gesundes Zahnfleisch alles andere als selbstverständlich: Die Mehrzahl aller Erwachsenen leitet an einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) – viele ohne es zu wissen. Denn die Anzeichen (Schwellung, Rötung des Zahnfleisches und besonders Zahnfleischbluten) werden vielfach ignoriert oder einfach nicht wahrgenommen.

Wenn Sie bei Zähneputzen „rot sehen“ …

Falls Sie diese Anzeichen bei sich entdecken (beim Zähneputzen Blut im Waschbecken?), sollten Sie schnell einen Termin vereinbaren! Denn eine unbehandelte Gingivitis kann früher oder später in eine Parodontitis übergehen.

Wenn eine Behandlung während des Frühstadiums ausbleibt, dringt die Entzündung in den Zahnhalteapparat ein. Im Laufe der Zeit greift sie den Kieferknochen zunehmend an. Das zuvor feste Gewebe wird schwammig und ist nicht mehr stabil genug, um den Zähnen ihren notwendigen Halt zu bieten. Die Zähne lockern sich und drohen schließlich verloren zu gehen.

Die Ursachen: aggressive Bakterien im Zahnbelag

Parodontitis ist eine Volkskrankheit: Knapp die Hälfte der Erwachsenen jenseits der Lebensmitte sind betroffen, bei Senioren (über 65) sogar mehr als 85 Prozent! Ausgelöst wird die Entzündung durch Beläge (bakterielle Plaque) auf den Zähnen, am Zahnfleischrand und besonders in den Zahnzwischenräumen.

Hauptursache für entzündliche Erkrankungen des Zahnfleischs sind harte und weiche Zahnbeläge (Zahnstein und Plaque), die durch Bakterien entstehen. Wenn diese Ablagerungen nicht regelmäßig und vollständig entfernt werden, dringen sie wie ein Keil zwischen Zähne und Zahnfleisch. Da sie für die Zahnbürste nicht erreichbar sind, können die Keime sich ungehindert vermehren und den Zahnhalteapparat zerstören.

Grauer Hase Parodontologie 1

Gesundes Parodontium, Zahnfleischsaum intakt, keine Entzündung

Grauer Hase Parodontologie 2

Beginnende Entzündung am Zahnfleischrand, erste Konkrementbildung

Grauer Hase Parodontologie 3

Fortschreitende Entzündung, Zahnfleischtasche 2 mm, beginnender Knochenabbau

Grauer Hase Parodontologie 4

Chronische Entzündung, ausgeprägte Zahnfleischtasche, fortschreitender Knochenabbau

Entzündetes Zahnfleisch (Gingivitis) als Parodontitis-Vorläufer

Parodontitis entsteht fast immer aus einer unbehandelten Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Erste Anzeichen dafür sind Zahnfleischbluten, Rötung und Schwellung. Möglicherweise ist bereits ein Rückgang des Zahnfleischs zu beobachten.

Diese Zeichen sollten Sie nicht missachten! Je früher wir mit Gegenmaßnahmen beginnen, desto besser die Erfolgsaussichten.

grauer hase parodontologie paar

Gesund beginnt im Mund!

Ist das Zahnfleisch bis in die Tiefe entzündet, hilft nur eine Parodontalbehandlung. Das Ziel ist, die Entzündung zu stoppen und zurückzudrängen. Dazu müssen wir das Zahnbett gründlich von Bakterien und Ablagerungen befreien. Denn saubere Verhältnisse sind die Voraussetzung dafür, dass die Entzündung abklingt und tiefe Zahnfleischtaschen sich nach und nach zurückbilden.

Minimal-invasive Behandlung für den Zahnerhalt

Als Zahnärzte ist es unser Wunsch und unsere erste Aufgabe, Ihre Zähne langfristig zu erhalten. Getreu dem Motto: „Zahnerhalt vor Zahnersatz“ ist unsere Zahnarztpraxis in Deggendorf auf Zahnerhalt spezialisiert.

Da viele Menschen nicht genau wissen, was sie in der Parodontitis-Behandlung erwartet, haben wir das Wichtigste kurz zusammengefasst:

  • Regelmäßige Prophylaxe – also häusliche Mundhygiene und professionelle Zahnreinigung (PZR) beim Zahnarzt – dient nicht nur zur Vorbeugung gegen Parodontitis: Sie ist zugleich die wichtigste Maßnahme, um die schädlichen Bakterien zurück zu drängen.
  • Durch die gründliche Entfernung aller Beläge wird den aggressiven Keimen der Nährboden genommen und das Zahnfleisch kann sich regenerieren. Indem wir die Ursache der Entzündung konsequent bekämpfen, erreichen wir wieder dauerhaft stabile Verhältnisse im „Biotop Mund“.
  • Ist die Krankheit bereits fortgeschritten, führen wir ein so genanntes Scaling durch: Dabei entfernen wir mit speziellen Instrumenten (ggf. auch mit Ultraschall) die Ablagerungen unter dem Zahnfleisch und in den tiefen Zahnfleischtaschen. Diese Behandlung wird in örtlicher Betäubung durchgeführt.
  • Um den Behandlungserfolg dauerhaft zu sichern und ein Wiederaufflammen der Zahnbett-Entzündung zu verhindern, hilft nur eines: eine gute und langfristige Zusammenarbeit von Patient und Behandler. Deshalb vereinbaren wir Folgetermine in bestimmten Zeit­intervallen – je nach individuellem Risiko.
  • Unser automatisiertes Recall-System unterstützt Sie und uns darin, dass die Behandlung lückenlos durchgeführt wird.

Wussten Sie schon, dass …

… Parodontitis auch der gesamten Gesundheit schadet? Die anhaltende Entzündung belastet das Immunsystem, der Körper wird dadurch anfälliger für Krankheiten. Bakterien können aus dem Zahnbett in die Blutbahn streuen und dadurch zu den inneren Organen gelangen.

Die Auswirkungen sind teilweise schwerwiegend: Medizinische Studien belegen, dass es viele Zusammenhänge zwischen Parodontitis und Rheuma, Diabetes, Herzinfarkt sowie Frühgeburten gibt. Es gibt also viele gute Gründe für eine rechtzeitige Behandlung!

Leiden auch Sie unter Blutungen, Rötungen oder Schwellungen des Zahnfleischs? Lassen Sie sich bei uns checken – hier können Sie einen Termin anfragen.

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