Wurzelbehandlung: Zähne retten und erhalten

Wurzelkanalbehandlungen gehören zu den diffizilsten und stellen besonders hohe Ansprüche an den Behandler. Der Grund liegt in der komplexen Anatomie des Zahninneren mit seinen kleinsten Verästelungen und Abzweigungen. Ziel der Behandlung ist, das entzündete Nervgewebe vollständig aus diesen Wurzeln zu entfernen.

Warum erkranken Zähne von innen?

Eine Wurzelkanalbehandlung (oft verkürzt auch Wurzelbehandlung genannt) wird nötig, wenn das Nervgewebe im Inneren des Zahnes durch Bakterien entzündet ist. Meist gelangen diese durch Karies, undichte Füllungen oder undichte Kronenränder ins Zahninnere.

Sie dringen auch durch feine Risse (Frakturen), die zum Beispiel durch Stürze, starke Temperaturwechsel, zu hohen Kaudruck (insb. bei Bruxismus, also Zähneknirschen oder -pressen) und vieles andere entstehen können.

Was ist das Besondere an Wurzelbehandlungen?

Die Behandlung des Zahninneren erfordert viel Sorgfalt, Erfahrung, Fingerspitzengefühl, Geduld und Zeit. Für wirklich gute Erfolgsaussichten ist zudem modernes Equipment erforderlich – unter anderem ein Dentalmikroskop.

Aber der Aufwand, einen wurzelkranken Zahn doch noch zu retten, lohnt sich: Die Alternative, den Zahn aufzugeben, ihn zu entfernen und zu ersetzen (z. B. durch ein Implantat) ist oftmals teurer und biologisch nur die zweitbeste Lösung.

Beste Erfolgsaussichten für langfristigen Zahnerhalt

Als Master of Science (M.Sc.) Endodontie hat sich Dr. Patrick Brandt auf diese komplizierte Therapie in unserer Zahnarztpraxis in Deggendorf fokussiert. Neben seiner besonderen Ausbildung und langjährigen Erfahrung verfügt er über die entsprechende technische Ausstattung. So erreicht er als spezialisierter Zahnarzt Erfolgsquoten von über 90% bei Wurzelbehandlungen!

„Nur was ich im Zahninneren sehen kann, kann ich auch sicher behandeln. Mein wichtigstes Instrument dabei ist das OP-Mikroskop: Mit ihm kann ich die Wurzelkanäle genau sehen und das Behandlungsergebnis kontrollieren.“

Dr. Patrick Brandt, Master of Science Endodontie

Grauer Hase Roentgenbild
Ein perfektes Ergebnis: Nach erfolgreicher Aufbereitung und Desinfektion haben wir die Wurzelkanäle mit einer thermoplastischen Füllung versehen. Das Zahninnere ist so dauerhaft vor erneuten Entzündungen geschützt.

 

grauer hase assistentin

grauer hase mikroskop


Grauer Hase Endodontie 1

Zustand vor Behandlung: akute Pulpitis, apikal bereits Übergang auf umliegenden Kieferknochen (linke Wurzelspitze)

Grauer Hase Endodontie 2

Nach Eröffnung des Zahninneren: Exstirpation entzündeter bzw. abgestorbener Pulpa mit rotierendem Instrument

Grauer Hase Endodontie 3

Mehrfaches, intensives Spülen der Wurzelkanäle mit ultraschall-aktivierten Lösungen zur desinfizierenden Reinigung

Grauer Hase Endodontie 4

Zustand nach erfolgreicher Versorgung: Stabilisierende Füllung von Wurzelkanal und Pulpencavum; Überkronung

Was geschieht bei einer Wurzelkanalbehandlung?

Wir wissen das Vertrauen unserer Patienten zu schätzen und wollen, dass auch Sie sich bei uns jederzeit gut aufgehoben fühlen. Dazu gehört auch, zu verstehen, was bei der Wurzelbehandlung passiert. Zu unterscheiden sind dabei Erst- und Revisionsbehandlung.

Erstbehandlung

Eine erstmalige Wurzelbehandlung wird normalerweise in ein oder zwei Sitzungen durchgeführt. Sie umfasst folgende Schritte:

  • Der Zahn wird zu Beginn örtlich betäubt, um eine beschwerdefreie Behandlung zu ermöglichen.
  • Mit einem elastischen Gummituch (Kofferdam) sorgen wir dafür, dass der Zahn während der Behandlung frei von Speichel und Bakterien bleibt.
  • Der Zahn wird eröffnet und das Zahninnere mit feinsten Instrumenten gesäubert und ausgeformt.
  • Der so entstandene Hohlraum und die erkrankte Zahnsubstanz werden gereinigt und desinfiziert.
  • Danach füllen wir die Wurzelkanäle mit einem plastischen, versiegelnden Material.
  • Zuletzt verschließen wir den Zahn wieder mit einer dichten Füllung und bauen die Zahnkrone wieder auf.

Revisionsbehandlung

Falls bei Ihnen schon eine konventionelle Wurzelbehandlung durchgeführt wurde, kann es unter Umständen erneut zu Beschwerden kommen. Dann wird eine Revisionsbehandlung (erneute Wurzelbehandlung) nötig, weil die erste Behandlung nicht dauerhaft erfolgreich war.

Mögliche Ursachen dafür sind, dass enge oder gekrümmte Kanäle in der ersten Sitzung nicht ausreichend gereinigt werden konnten oder die abdichtende Füllung undicht geworden ist und erneut Bakterien in das Wurzelkanalsystem gelangt sind.

  • Die ersten Behandlungsschritte entsprechen denen der Erstbehandlung. Eventuell ist es zudem erforderlich, eine alte Krone oder Brücke zu entfernen, um ins Wurzelkanalsystem zu gelangen.
  • Mit dem Dentalmikroskop suchen wir sorgfältig nach bisher nicht behandelten Hohlräumen und  entfernen altes Wurzelfüllmaterial.
  • Danach wird das gesamte Zahninnere gründlich gereinigt, desinfiziert und abschließend wieder dicht gefüllt.

Im Anschluss an eine Wurzelbehandlung sichern wir das Ergebnis mit einem hochwertigen funktionsgerechten Zahnersatz (Überkronung).